Québec (Tag 1)

Québec erwartete uns mit strömenden Regen. Wir kamen mitten am Tag an, mussten erstmal von der Bahnstation aus über 30 Minuten mit dem Bus bis in die Stadt fahren und dann einen Hügel zum Hostel rauf laufen. Dort angekommen konnten wir zum Glück gleich auf das 8er Zimmer. Auf dem Weg zum Hostel hatten wir ein Café gesehen und dort haben wir uns dann erstmal für eine Weile niedergelassen. Irgendwann bekamen wir Hunger, praktischerweise lag genau neben dem Café ein Subway, dort besorgten wir uns also Essen und blieben dann sitzen. Der starke Regen motivierte uns nicht gerade zu einer Stadterkundung, den Rest des Tages verbrachten wir also bei Subway.

Am ersten vollen Tag aßen wir zum Frühstück Crèpes in einem kleinen Restaurant praktisch gegenüber unseres Hostels. Danach ging es wie immer auf zu einer ersten Erkundungstour durch die Stadt.

Wir spazierten die Straßen entlang, in Richtung Notre Dame Kirche. Eine Frau in Montréal hatte uns erzählt, dass es auch hier eine Notre Dame Kirche gäbe und, dass diese, anders als ihr Namensschwester in Montréal, kostenlos sei. Von außen wurden leider gerade Restaurationsarbeiten durchgeführt, doch wir konnten sie von innen betrachten.

Direkt neben der Kirche entdeckten wir einen Weihnachtsladen, natürlich mussten wir uns den näher angucken.

Dann ging es weiter in Richtung Wasser und zum Chateau Frontenac, einem weiteren sehr imposanten Hotel, in einem sehr schönen alten Gebäude.

Wir bekamen Hunger und liefen durch weitere kleine Gassen auf der Suche nach etwas preiswertem zum essen. Fündig wurden wir nach einer Weile, wobei uns die wirklich sehr schön angerichteten Portionen überraschten!

Während wir aßen sahen wir irgendwann wie Polizisten vorbei fuhren und dann wurde es laut. Es war Freitag und eigentlich alle müssten wissen was das bedeutet…Fridays4Future war am Start. Dieser Freitag war in sofern besonders, weil auf der ganzen Welt für die Erhaltung der Erde und damit zusammenhängend für eine nachhaltigere Politik demonstriert wurde. So also auch in Québec.

Nachdem wir aufgegessen hatten begaben wir uns nach draußen und überlegten was wir machen sollten. Wir entschieden uns dazu mit zu laufen. Wobei uns auch im Nachhinein immer noch nicht klar ist, in wiefern unser Demonstrationsrecht im Ausland gilt.🤔 Anfangs erkannten wir noch nicht genau wie die Sprüche die gerufen wurden lauteten, aber nach einer Weile waren wir voll drin und konnten mit machen. Beispielsweise gab es eine abgewandelte Version von „If you’re happy and you know it clap your hands“, die lautete „Si tu aimes la planète… …clap les mains. …dits hurra. …fait le chat.“. Auf Deutsch bedeutet das: „Wenn du den Planeten liebst… …Klatsch in die Hände. …sag/ruf Hurra. …mach wie die Katze (miau).“ Und noch vieles mehr. Es war lustig, hat total Spaß gebracht und dadurch haben wir auch einen Teil von Québec außerhalb des alten Stadtteils kennengelernt.

Am Ende kamen wir beim Parlament an. Dort wurden natürlich noch ein paar Reden gehalten, die haben wir aber nur halb verstanden. Wir saßen noch eine Weile auf dem Rasen und setzten dann unseren Stadtrundgang fort.

Wir gingen Richtung Wasser und fanden einen kleinen Aussichtspunkt. Direkt daneben verlief eine Promenade, von der hatten wir bereits vorher gehört und beschlossen dortentlang wieder zurück zur Altstadt zu gehen. Wir bekamen eine wundervollen Aussicht zu sehen.

Den Tag schlossen wir mit einem Spaziergang auf der Stadtmauer in Richtung Hostel.

Olympia 1976

Montréal (Tag 4)

Wie bereits in einem der anderen Artikel erwähnt, wurden 1976 die Olympischen Spiele in Montréal ausgerichtet.

Mit anderen Worten, es gibt dort ein Olympisches Stadion.

Und wir sind da natürlich hin!

Mit der Bahn bis zur Station Pie-IX und schon ist man mitten im Olympischen Park von Montréal.

Wir sind direkt zum Stadion gelaufen. Rein und dann standen wir erstmal vor einem Schwimmbad.

Falscher Eingang! Die netten Frauen am Empfang haben uns den Gang gezeigt durch den wir dann zu dem Teil gekommen sind wo die Tickets für die Führungen und für die Fahrt auf den Turm verkauft werden.

Zu unserem Glück startete kurz darauf eine Tour auf Französisch und Englisch. Der Tour-Guide hat uns dann allerlei Interessante Dinge erzählt! Nur um ein paar Dinge zu nennen: der Turm, der das Dach des Stadions hält, konnte erst im Nachhinein fertig gestellt werden; überhaupt war das alles sehr schwierig mit der Finanzierung; ursprünglich konnte das Dach hoch und runter gefahren werden, heute wird es allerdings unten gelassen, warum habe ich leider vergessen; ein Sitz im Stadion ist andersfarbig als die Anderen, warum habe ich leider auch hier vergessen, aber es hatte irgendwas mit Baseball zu tun, glaube ich zumindest; Nadia Comăneci hat hier als erste Gymnastin überhaupt eine perfekte Punktzahl von 10 bekommen.

Was ich sehr gut finde ist, dass das Stadion auch heute noch weiter benutzt wird und nicht wie viele andere verkümmert. Nein, stattdessen wird es genutzt um Sportarten zu fördern, wie beispielsweise in dem Schwimmbad von dem ich oben erzählt habe. Was außerdem toll ist, sowohl Hobbysportler als auch professionelle Athleten können hier trainieren und es ist jedem erlaubt bei den Trainingseinheiten von den Profis zuzugucken.

Hier wird Turmspringen und Tauchen trainiert.

Und dann ging es auf zum großen Stadion.

Wir können mit stolz behaupten an der Stelle gestanden zu haben, an der im Jahr 2026 ein Teil der Fußball-WM stattfinden wird und wir werden sagen können: „Da, da wo der Ball gerade ist, da stand ich mal!“

Durch diesen Eingang betraten die Athleten das Stadion.
Unser Beweis!

Und natürlich haben wir uns auch ein Ticket für die Fahrt auf den Turm gekauft, denn wer weiß, wann wir wieder in Montréal sind!

Mit dem Fahrstuhl ging es nach oben, der Fahrstuhl (nennt man das dann überhaupt so?) fuhr schräg, aber zum Glück standen wir trotzdem die ganze Zeit aufrecht.

Übrigens der höchste Turm mit Schräglage.

Von oben hatten wir einen tollen Ausblick über Montréal.

Das große Gebäude am unteren Rand des Bildes war die Austragestätte für die Fahrradwettkämpfe…
…in der Form eines Fahrradhelms.
In der Ferne sieht man das Zentrum Montréals und den Mont Royal.
Arbeiten am Dach des Stadions.
Es gab einen kostenlosen Fotoapparat oben auf dem Turm.🤷🏻‍♀️
Am linken Rand des Fotos sieht man das Pyramidenförmige Hotel, in welchem dir Sportler untergebracht waren.

Nach dem wir wieder am Boden angekommen waren, gingen wir noch etwas durch den herbstlichen Park und sahen uns die Flaggen von den Nationen an, die damals bei den Spielen waren.

Die Fahrt nach unten, nochmal die volle Sicht auf Fußballplatz und das Pyramidengebäude.
Spaziergang im Park.
Der Herbst kommt.
So viel wir auch gesucht haben, wir konnten nur eine Deutsche Flagge finden, die der DDR.

Montréal (Tag 3)

Pancakes vom Frühstück auf die Hand.

Was wäre ein Städtetrip ohne einen Museumsbesuch. An unserem ersten Tag in Montréal hatten wir gesehen, dass es eine Ausstellung zu Mumien in dem Arts Museum gab. Da uns beide dieses Thema sehr interessierte beschlossen wir einen Museumstag zu machen.

Auf dem Weg zum Museum sahen wir einige interessante Dinge.
Die ersten Anzeichen von Kunst.

Tatsächlich verbrachten wir den halben Tag in den Ausstellungsräumen.

Neben der Sonderaustellung sahen wir uns auch einen Teil der Dauerausstellung an.
Und wieder zurück bei den Niagarfällen, jedenfalls in Gedanken.
Der Denker.
Und dann auf ins alte Ägypten.
Leonard Cohen nochmal vom Nahen.

Unser Weg führte uns zur Uni von Montréal, war letztendlich allerings nicht sehr spannend.

Aber es gab wieder schöne Gebäude zu sehen.
Und zwar nicht nur bei der Uni.

Am Nachmittag gingen wir noch in die Notre Dame Kirche von Montréal.

Und dann aßen wir unser erstes Poutine. Ein kanadisches Nationalgericht, bestehend aus Pommes, Bratensoße und Käse. Es war lecker, doch im Laufe unserer Zeit in Kanda sollten wir noch besseres Poutine essen.

Hier aßen wir dann auch welche unserer, vorher gekauften, Cupcakes. Sehr lecker, aber wirklich sehr, sehr süß!!

Dieser Tag war also nicht voll mit vielen Dingen, aber im Museum haben wir uns wirklich lange aufgehalten und dadurch verging der Tag trotzdem schnell.

Montréal (Tag 2)

Für den zweiten Tag in Montréal hatten wir geplant unsere Wäsche zu waschen. Doch dann…

Stromausfall. Also haben wir uns gedacht, dass wir vielleicht erstmal unsere anderen Vorhaben abhaken sollten und die Wäsche halt später waschen. Natürlich funktionierte der Strom genau dann wieder, als wir aus dem Hostel raus sind.

Naja, jetzt waren wir schon los gegangen, also haben wir unseren Plan weiter verfolgt und sie losgezogen um uns eine SIN (Social Insurance Number) zu besorgen. Auf dem Weg dorthin kamen wir an einem sehr schönen Gebäude vorbei, was direkt neben der großen Straße stand, wir gingen rein und befanden uns in einer sehr schönen Kirche.

Auf dem Weg zum Amt haben wir noch einige Sachen gesehen und fotografiert:

Mit Regenkleidung ausgerüstet geht’s durch dir Stadt!
1976 fanden die Olympischen Spiele in Montréal statt.
Noch eine Kirche, hier fand jedoch gerade ein Gottesdienst statt, deswegen haben wir sie nur von außen gesehen.

Bei dem Amt angekommen mussten wir eine Weile warten, der Prozess selber ging dann allerdings sehr schnell. Da wir ganz in der Nähe eines Einkaufszentrums waren, an welchem wir am Tag zuvor schon einmal vorbei gekommen sind, beschlossen wir dort etwas essen zu gehen.

Ein Einkaufszentrum mit Wasserattraktion.
Und moderner Deckeneinrichtung.

Dann sind wir zur Notre-Dame Kirche gegangen, jedoch hatte sie nur noch kurz auf und da man für diese Notre-Dame Kirche Eintritt zahlen muss, haben wir uns dazu entschieden stattdessen durch die Altstadt zurück Richtung Hostel zu wandern. Schließlich stand ja auch noch Wäsche waschen auf dem Plan.

Hier könnt ihr Notre-Dame wenigstens von außen bewundern😂.
Ein hübsch aussehendes Museum, war allerdings auch schon geschlossen.
Ein idyllischer Innenhof.
Stauen über Statuen.
Noch ein hübsches, bestimmt bildendes Gebäude.
Großstadtleben, überall wird gebaut.
Was auch immer das ist.

Am Abend holten wir dann den Waschgang nach. Schließlich konnten wir die ganze Wäsche dann rund um unsere Betten aufhängen, ein sehr lustiger Anblick. Für mich war es ziemlich schwierig noch zu meinem Bett durch zu kommen.

Waschen wie in einem amerikanischen Film, im „Waschsalon“.

Montréal (Tag 1)

Am ersten vollen Tag in Montréal wollten wir die Stadt, wie immer zu Fuß, erkunden. Zunächst ging es rauf auf den Hügel, der mitten im Zentrum Montréals liegt, den Mont Royal.

Der Hügel ist ein großer Park, es gibt einen Teich und eine Aussichtsplattform. Der Blick ist unglaublich, man kann eigentlich die ganze Stadt sehen.

An einer Fasade eines Hauses kann man ein riesiges Bild von Leonard Cohen sehen.

Nach einem Spaziergang von ein paar Stunden gingen wir auf der Suche nach etwas essbaren Richtung Vieux Montréal, der alte Stadtteil von Montréal. Nachdem wir gesättigt waren entdeckten wir, mal wieder, China Town.

Danach sind wir zum alten Hafen von Montréal spaziert, dort haben wir uns bei einer schönen Aussicht auf den Fluss entspannt.

Im alten Teil von Montréal angekommen.

In einem bereits beleuchteten Vieux Montréal sind wir dann zurück Richtung Hostel spaziert. Auf dem Weg erschreckte uns ein Auto, dessen Alarmanlage ganz plötzlich, direkt neben Elise, ansprang. Nur fürs Protokoll, sie hat es nicht mal gestreift!🤷🏻‍♀️

Im Hostel erwartete uns eine unschöne Überraschung…jemand hatte die Heizung extrem hoch gestellt und mein Rucksack war zum Teil geschmolzen.

Nach dem wir uns vom ersten Schock erholt hatten stellten wir zum Glück fest, dass soweit noch alles funktionierte, kein Pass geschmolzen ist und nur ein paar Klamotten angeschmorrt waren. Ein Glück, dass nichts angefangen hat zu brennen! Ich schließe mit dem Fazit: Glück im Unglück und funktioniert soweit alles noch!

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