Der Bus in Kanada

Was sollte man wissen wenn man mit dem Bus in Kanada fahren möchte? Hier kommen die interessantesten Sachen, die ich in meiner Zeit in Kanada herausgefunden habe😄.

Die kanadischen Gewohnheiten beginnen schon bevor man in den Bus steigt. Und zwar beim auf den Bus warten. Es ist ganz wichtig, dass man aus Höflichkeit sich in der Schlange der Wartenden anstellt! So kommt derjenige zuerst in den Bus, der auch zuerst an der Bushaltestelle war! Fahren mehrere Busse von einer Station aus, gibt es trotzdem nur eine Schlange. Wenn nicht gerade der Bus mit dem man fahren möchte kommt, dann tritt man einen Schritt aus der Reihe, um diejenigen vorbeizulassen, die einsteigen möchten und danach formt sich die Warteshlange wieder normal.

Wie ich finde sehr praktisch: die Bushaltestelle sind genau anders herum als die Deutschen, so wird man von den vorbeifahrenden Autos nicht nass gespritzt wenn es regnet.

Um dann auch mit dem Bus fahren zu können muss man natürlich bezahlen. Der Preis variiert von 2,50 CAD bis normalerweise 3,50 CAD, was also weniger als 2,50€ entspricht und damit für deutsche Verhältnisse sehr günstig ist. Die Fahrt wird normalerweise direkt beim Busfahrer bezahlt, selten gibt es auch Orte, wie ein Kiosk, der Bustickets verkauft. Ganz wichtig! Das Ticket muss passend bezahlt werden, da die Busfahrer kein Rückgeld geben!! Manchmal kann man auch mit der kontaktlosen Kreditkarte bezahlen, aber darauf ist nicht immer Verlass! Fährt man mit mehreren Personen ist zusammen passend bezahlen auch in Ordnung, falls nicht so viel Kleingeld zur Hand ist.

Fährt man mit einem Fahrrad, kommt dieses vorne auf ein Gestell am Bus.

Ist man endlich drinnen rutscht man am besten nach hinten durch, je nach dem wie viel los ist, kann man die Fahrt dann im stehen oder sitzen verbringen.

Auch wichtig zu wissen, nicht immer werden im Bus die Haltestellen angezeigt und die Fahrpläne stehen nicht an den Haltestellen, entweder also im Vorhinein im Internet nachgucken oder die, an den Haltestellen, angegebene Nummer anrufen.

Nähert man sich dem Ziel kommt natürlich die Frage auf, wie gebe ich dem Busfahrer zu erkennen, dass ich an der nächsten Haltestelle gerne aussteigen möchte. Denn nicht in jedem Bus gibt es die, in Deutschland bekannten, roten Halteknöpfe. Stattdessen finden sich durch den Bus hindurch geben Schnüre. Einmal daran ziehen und schon weiß der Busfahrer Bescheid.

Doch auch wenn es dann ans aussteigen geht findet man in den kanadischen Bussen nicht immer die bekannten Knöpfe. Durch die Anweisung an den Türen oder durch diesen Artikel lässt sich die Tür ganz leicht öffnen, falls kein roter runder Knopf vorhanden ist. Einfach die gelben Streifen oder Stangen an der Tür berühren oder drücken und, simsalabim, die Tür öffnet sich (natürlich nur wenn der Bus steht!).

Ich habe leider kein Foto von der Bustür gemacht.

Das war der kleine Busfahrtführer.

Ein kleiner Zusatz: Wenn man die U-Bahn erstmal gefunden hat, die ist meistens etwas versteckt, dann hat man sogar eine Hilfe wo es ein- und wo auszusteigen gilt.

Québec (Tag 5)

Unseren Québec-Besuch schlossen wir mit einem Museumsbesuch. Und zwar mit der Citadelle de Québec, einer militärischen Anlage, die auch heute noch das 22te Regiment beherbergt.

Der erste Eindruck war: „Wow, das ist aber groß und verwinkelt.“ Und dann konnte man direkt auf dem Weg zum Eingang des Museums einen Teil der Geschichte lesen.

Im Museum angekommen, hatten wir das große Glück, dass die nächste englischsprachige Tour über das Gelände bereits 5 Minuten später anfing. Eine sehr nette Frau empfing uns und einen Herren, der auch mit auf die Tour kam. Und dann ging es wieder raus in die nasse Kälte, passendes Wetter für so einen Ausflug wie ich finde. Da hat das alles gleich eine ganz andere Atmosphäre.

Uns wurde erklärt wer heute wo wohnt, nach Rang geordnet, und wie die Anlage aufgebaut wurde, um eine optimale Verteidigung zu gewährleisten. Beispielsweise hat die gesamte Anlage eine Sternform mit Gräben und jeder Graben ist gut zu verteidigen, so könnte keine Armee ungesehen hineingelangen. Außerdem liegt die gesamte Anlage mehr oder weniger in einem Hügel, so konnte sie früher ganz schlecht von Kanonen beschossen werden. Dazu kam die Tarnung, denn der gesamte Hügel sowie die davor liegende „Plaines de Abraham“ (die Abraham-Ebenen) waren und sind auch heute noch von Gras bedeckt, da ist der Gebäudekomplex kaum zu sehen.

Außerdem erzählte uns unser Tourguide von der „Bataille des Plaines d’Abraham“ (der Schlacht auf den Abraham-Ebenen), hat übrigens nicht länger als 30 Minuten gedauert der Kampf zwischen Franzosen und Engländern, den schweren Wintern in Québec und wie die Gebäude auch nochmal eine besondere Form haben um vor Bombenangriffen (von Kanonen) zu schützen.

Bauarbeiten an der Mauer, sie wird wieder genau errichtet wie vorher, Stein für Stein.
Ein sehr nebeliger/regnerischer Tag. Dort hinten sollte eigentlich die Isle de Orléans liegen.

Nach der Tour gingen wir noch in das Museum. Eine sehr interessante Ausstellung, ebenfalls zu der Geschichte Québecs und der Citadelle. Z.B. haben wir einen sehr langen Film über die Geschichten verschiedener Soldaten gesehen.

Zum Abschluss unserer Rumreisezeit mussten wir dann natürlich noch zu Tim Hortons gehen. Eine kanadische Fast-Food-Kette, die uns von vielen Leuten empfohlen wurde. Tatächlich dachte ich, dass dort mehr in Richtung Burger angeboten wird, das war allerdings nicht der Fall, stattdessen gab es Sandwiches (déja vu von wegen Paris) und Dognuts. Ich habe dann etwas gegessen was sozusagen ein Burger war, dazu Kartoffelecken und einen zu süßen Milchshake und Elise statt Burger (die vegetarische Version gab es nämlich nicht mehr) ein Grilled Cheese. Außerdem haben wir noch Cheddar-Popcorn geholt und ein Softeis in einem Schokoladenladen gegessen, also das volle ungesunde Program zum Schluss.

Im Schokoladenladen.

So endete der erste Abschnitt unserer gemeinsamen Reise durch Kanada und schon nach einem Monat hatten wir eine sehr ereignisreiche Zeit hinter uns!

P.S.: Frohe Weihnachten😂🎄. Ja, ich hänge wirklich sehr zurück mit den Beiträgen, ich hoffe das bessert sich im Januar/Februar.

Québec (Tag 4)

Auf der anderen Seite des Sankt-Lorenz-Stroms gibt es eine andere Stadt: Lévis. Diese andere Seite, die wir von Québec aus schon bewundern konnten, haben wir als Ziel für unseren vierten Tag in Québec ausgesucht.

Auf dem Weg zu der Fähre sind wir durch das hübsche Viertel „Le Petit Champlain“ gegangen. Sehr verträumte (jedenfalls wenn die Touristen nicht da wären…) kleine Gassen und nette Läden.

Dann mussten wir erstmal herausfinden, wo wir denn die Tickets für die Fähre kaufen konnten. Zum Glück hat das schnell geklappt, die Fähre stand nämlich schon bereit und fuhr dann relativ schnell, mit uns drauf, los.

Sowohl vom Anleger aus als auch auf der Fähre, hatten wir einen sehr schönen Blick auf das Chateau Frontenac und die gesamte „Skyline“ von Québec.

Auf der anderen Seite angekommen haben wir (mal wieder) schönes Wasser, diesmal in Form von kleinen Springbrunnen/Fontainen, bewundert und uns eine Skulptur eines Seefahrers angeguckt. Neben besagtem Wasser haben wir uns auf große, aus Holz gefertigte Liegestühle gelegt und die Sonne eine Weile genossen.

Nach einer Weile sind wir weiter gegangen, zu einer großen, roten Treppe, die unsere Aufmerksamkeit erregt hatte. Wie sich herausstelte, war sie Teil eines Fitness-Parcours durch die Stadt. Natürlich haben wir ein paar der Übungen gleich nachgemacht.

Und dann ging es die Treppe hinauf und auf zu einer kleinen Erkundungstour durch die Kleinstadt.

Wir haben viele schöne Häuser gesehen und ein riesiges Wandbild, welches die Geschichte Québecs und der Einwanderung zeigt.

Mit Erklärtafel.

Vor einem College sahen wir dann einen der typischen gelben Schulbusse, die man häufig in Filmen sieht. Der wurde natürlich gleich zum Fotomotiv.

Dann sind wir noch ein wenig rumgewandert, unter anderem zu einer Kirche, die aber gerade renoviert wurde, zu einem Museum im ehemaligen Haus von und über Alphonse Desjardins, von dem man hier in Kanada, und besonders in Québec, überall verschiedenste Dinge sieht, beispielsweise ganz häufig die Desjardins Bank.

Das Haus von Alphonse Desjardins.

Danach wollten wir uns eigentlich etwas zu essen holen, aber da Montag war hatte leider vieles geschlossen. Schließlich haben wir dann aber doch ein Café gefunden und hatten sogar schon ausgewählt, was wir essen wollten, da stellte sich heraus, dass man dort leider nicht mit Kreditkarte zahlen konnte und, dass wir zu wenig Bargeld dabei hatten. Wir haben versucht Bargeld aufzutreiben, doch das hat leider auch nicht geklappt. Letztendlich hatten wir beschlossen einfach wieder rüber nach Québec zu fahren. Als wir unten am Fähranleger wieder angekommen waren, fanden wir dann doch noch ein Café. Dort tranken wir heiße Schokolade und aßen etwas, bevor wir dann wieder die Fähre nahmen.

Das Ikea-Haus.
Für die Sicherheit ist gesorgt!

Dann ging es auch wieder durch das „Petit Champlain“, allerdings auf einem anderen Weg. Hier entdeckten wir wieder viele andere tolle Sachen, beispielsweise noch ein riesiges Wandbild.

Das ist eine wirklich seeehr alte Kirche.
König Ludwig XIV., von seinem Geld wurde Québec gebaut.
Historische Personen.

Auf dem Weg durch Alt-Québec sahen wir noch, wie gleich zwei Kamerateams etwas drehten. Das eine Team machte einen Werbefilm, vermutlich für Eis. Das verwirrende war, dass die zwei jungen Frauen, die geflimt wurden, Spanisch geredet haben. Und insgesamt sah das doch sehr lustig aus, was die da produzierten. Das andere Team war ein Nachrichtenteam.Ich glaube, dass es eine Liveübertragung war und wenn ich es richtig gehört habe, ging es um Sport.

Zum Abschluss des Tages sind wir noch ein wenig weiter durch die Altstadt in Richtung des Hostels gewandert und haben Skulpturen aller Art gesehen.

P.S.: Wie man vielleicht an dem Bild mit der Halloween-Deko merkt, hänge ich sehr zurück. Die Artikel sind fertig, ich muss nur die Bilder hinzufügen und das dauert leider etwas. Die nächsten Tage kommen dann die letzten Kanada-Beiträge.

Québec (Tag 3)

Wir haben auf unserer Reise ja wirklich einiges an schönem Wasser gesehen, beispielsweise auch die Montmorency Fälle in Québec.

Wir sind also relativ zeitig aufgestanden, um dann gegen 12h30 bei dem Park anzukommen, in welchem die Fälle sind. Tatsächlich sind die Montmorency Fälle gut besucht, einiges an anderen Touristen waren da.

Ein hübsch aussehendes Restaurant.

Nach einem kleinen Spaziergang, mit einem wunderschönen Ausblick auf den Sankt-Lorenz-Strom, kamen wir bei einer kleinen Plattform an. Hier hatten wir einen ersten wundervollen Blick auf den Wasserfall.

Ein erster Blick auf den Wasserfall.

Und auf der Plattform kamen einige Leute an, die mit einer Seilbahn einmal quer über den Wasserfall „geflogen“ sind.

Die Seile der Seilbahn.

Dann ging es nach oben zur Brücke und drüber auf die andere Seite.

Den Holzweg, der den Berg hinab führt, den sind wir später runtergegangen.

Die ganzen Bäume leuchteten in vielen schönen Farben. Und wir hatten echt gutes Wetter!

Drüben angekommen erwartete uns, nachdem wir ein Stück weiter gegangen waren, ein interessantes Gebilde aus Gras und dann sahen wir auch den Ort, von wo aus die Seilbahn ausging.

Mal wieder Treppen. Es ging ganz viele Treppenstufen hinunter, bis wir am Fuß des Wasserfalls waren.

Dann noch schnell die Regenjacken an, wir hatten nämlich vorausgedacht, und ab in den Sprühnebel.

Aus verschiedenen Perspektiven konnten wir zwei Regenbögen, manchmal auch komplette Kreise, sehen. Und das Beste war, dass wir uns mitten rein stellen konnten! Wir standen also am Ende des Regenbogens, leider müssen wir sagen: Es war dort weder ein Kobold noch ein Topf voller Gold zu finden.

Dann machten wir uns auf den Weg in Richtung Bus.

Direkt im Park gab es nämlich leider nur ein relativ teures Restaurant, deswegen sind wir zum Essen zurück in die Stadt gefahren. Es gab leckere Galettes (salzige Crèpes). Und dann sind wir noch Souvenir-shoppen gegangen. Aber natürlich kann ich hier nicht sagen was ich so geholt habe, sonst wüssten bestimmte Leute ja schon was ich ihnen mitbringe…🤫😉

Nein, den habe ich nicht gekauft.

Québec (Tag 2)

Der zweite Tag war eingeplant um einige Einkäufe zu tätigen. Wir suchten im Internet nach einem größeren Einkaufszentrum und fanden eins, was ein Stück weiter entfernt liegen sollte. Wir stiegen also in den Bus und fuhren dorthin.

Dort angekommen waren wir erstmal sehr verwirrt, wir befanden uns vor riesigen weißen Blöcken und nichts sah aus wie ein uns bekanntes Einkaufszentrum. Stattdessen bogen wir um die Ecke und sahen…

…das Militär! Wir suchten nach einer Möglichkeit shoppen zu gehen und landeten beim Militär. Dort wurden wir aufgenommen und mussten ein hartes Training erleiden…

…das stimmt natürlich nicht😂. Wir haben uns schön vom Militär ferngehalten und sind in eines der weißen Gebäude gegangen und voila, wir waren im Einkaufszentrum.

Die Priorität lag bei einer Winterjacke für mich und auch etwas wärmeres für Elise. Ich wurde recht schnell fündig, für Elise suchten wir weiter nach einer Fließjacke zum drunter ziehen. Außerdem brauchte ich neue Schuhe, bei dem Regen in der Zeit, waren meine Socken schnell durchnässt. Die Frau dort war so nett und hat die neuen Schuhe gleich imprägniert, das Klischee der freundlichen Kanadier haben wir hier durchaus mehrmals erfüllt gesehen! Außerdem kam zu dem Einkauf noch eine SD-Karte hinzu, bei den ganzen Fotos… . Wir sahen noch viele weitere tolle Sachen, darunter verschiedene Kuscheltiere die Decken hielten, die wirklich sehr flauschig waren😍. Es hat uns echt viel gekostet die nicht mitzunehmen! Außerdem wird Halloween hier bei weitem größer geschrieben als in Deutschland, es gibt jede Menge Sachen zum verkleiden und schminken und haufenweise Accesoires.

Das erste Mal bei Walmart.

Ein ereignisreiches Einkaufserlebnis!

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