Wie bereits in dem „Amqui“-Artikel erwähnt, sind wir nach einem Monat Anfang November zurück nach Québec, weil wir uns erhofften dort einfacher einen Arbeitsplatz für den letzten Monat zu finden.
Am Tag unserer Abreise hat es geschneit, was uns wie ein vielversprechendes Omen vorkam.
Wir verbrachten ein paar Tage im Hostel, sind durch Québec und haben noch mehr Sachen gefunden, welche wir noch nicht bewundert haben. Wir haben uns am Schnee erfreut und gesehen wie der „Deutsche“ Weihnachtsmarkt aufgebaut wurde. Außerdem haben wir entdeckt, dass der Bahnhof von Québec sehr schön, sowohl von außen, als auch von innen aussieht. Unser Lieblingscafé hatte leider eine Ferienpause, für unsere über alles geliebte heiße Schokolade mussten wir uns leider etwas anderes suchen.
Der Adventskalender wird aufgebaut.Arbeiten in schwindelerregenden Höhen, bei Schnee. Mussten wir zum Glück nicht.Ein sehr schöner Bahnhof.
Dann bekamen wir die Antwort über „Workaway“, dass wir eventuell einen Ort gefunden hatten, wo wir gegen Arbeit bleiben könnten. Wir trafen uns mit dem Herren und fanden heraus, dass er der Weihnachtsmann von Québec war. Ein Mann der viel in der Welt herum gekommen ist und dementsprechend auch sehr viel zu erzählen hat. Nach einer internen Absprache beschlossen wir am nächsten Tag zu ihm umzuziehen.
An einem Wochenende hat Jalinets uns etwas weiter weg mitgenommen.
Der Ausflug hat mit einem Stopp an einem Fluss begonnen, wir haben mal wieder versucht springende Fische zu sehen, hat zwar nicht geklappt, aber dafür war der Fluss sehr schön:).
Dann ging es weiter, raus aus der Provinz Québec und rein nach Neu Brunswick, auf dem Weg dorthin hat sich sogar die Zeitzone geändert. Ein kleiner Zeischenstopp und weiter.
Fische über Fische.
Das nächste Ziel war ein Strand im Nationalpark von Miguasha. Dort ist auch ein Museum, das hatte allerdings geschlossen bzw. wir wollten dann auch weiter. Außerdem gibt es eine Wanderroute, für die muss man aber, im Gegensatz zum kleinen Aussichtspunkt, Geld bezahlen und das wollten wir dann auch nicht.
Noch ein Fisch?
Also auf nach Carleton-sur-Mer. Wir sind dort am Strand spazieren gegangen und auf einen Turm rauf. Wir haben viele schöne Muscheln gesehen und ein kleiner Junge, der mich „Madame“ genannt hat, zeigte mir einen kleinen Seestern. In einem kleinen Café machten wir eine Kaffeepause und trafen einen Freund von Jalinets, sehr gut zum Französisch üben!
Ganz viele Windsurfer.
An einem anderen Tag sind wir nach Matane mitgefahren, um das Auto checken zu lassen und dann waren wir noch einkaufen.
An unserem zweiten Wochenende ging es nach Rimouski. Karla und Raoul haben uns mit dem Auto mitgenommen und am Maritim Museum abgesetzt.
Dort ging es gleich erstmal in eine kleine Filmvorführung mit Spezialeffekten. Der Film zeigte zum Teil die Geschichte der Titanic und die Geschichte der „Empress of Ireland“ einem Schiff, welches ganz in der Nähe von Rimouski gesunken ist. Der Film war auf Französisch, ich habe eigentlich fast alles verstanden, Elise aber nicht, als wir dann wieder draußen waren ist uns aufgefallen, dass es auch eine englische Version gab… wir haben also gefragt ob wir den Film nochmal auf Englisch gucken dürften, was funktionierte und beim zweiten Mal hatten wir beide dann wirklich alles verstanden;).
Wenn man in den Vorstellungssaal gekommen ist, konnte man sich selbst auf der Leinwand beobachten.
Zwischendrin hatten wir uns schon Mal ein bisschen die Ausstellung zu dem Schiffsunglück angeguckt. Dann ging es allerdings erstmal zu der Besichtigung des Leuchtturms. Ein Guides erzählte uns ein paar spannende Informationen über die Nutzung.
Die Aussicht vom Leuchtturm aus.Auf diesem schmalen Stück mussten die Leuchtturmwärter, ohne Sicherung, außen am Leuchtturm arbeiten erledigen.
Nach der Führung haben wir uns noch die Ausstellungsräume in den ehemaligen Wohnungen der Leuchtturmwärter angeguckt.
Und sind dann nochmal richtig in die Ausstellung des Museums gegangen.
Zum Abschluss haben wir noch das U-Boot besichtigt, dazu gab es einen Audioguide, der die Funktionen des U-Boots auf sehr unterhaltsame Weise erklärte.
Ganz viele Anzeigen und Knöpfe, wofür? Das weiß ich leider auch nicht genau, aber der Druckausgleich hat irgendwie auch ne Rolle gespielt.Der Blick durchs Teleskop.Na, wer kann die französische Essenskarte lesen?
Wir warteten draußen in der Sonne am Ende des Tages dann darauf, dass Karla und Raoul uns wieder abholten und verbrachten die Zeit mit Quizspielen und redeten viel :).
Gleich am ersten Wochenende nach unserer Ankunft hat Jalinets uns mitgenommen und wir sind herumgefahren um die Umgebung von Amqui kennenzulernen. Und erwartete eine wunderschöne Herbstlandschaft, auch der „Indische Sommer“ genannt.
Zunächst sind wir zu einem kleinen Wasserfall gefahren.
Danach ging es weiter zum Lac au Saumon.
Und dann zu einem Abschnitt des Matane Flusses, an dem wir hofften ein paar springende Fische zu sehen. Haben wir aber leider nicht.
Also ging es noch zu einer anderen sehr schönen Stelle des Flusses. Wobei ich mir nicht ganz sicher bin, ob das alles der gleiche Fluss war, wahrscheinlich nicht.
Bevor wir wieder zurück gefahren sind, ging die Fahrt noch zu einer Maple Farm (Ahornfarm). Die Farm hatte schon nicht mehr geöffnet, da die Season vorbei war, aber wir sind ein Stückchen im dahinter liegenden Wald voller Ahornbäume spazieren gegangen.
Zum Abschluss haben wir von oben noch einen Blick auf den Matane See geworfen.
(Nicht der Matane See)Eine Skipiste ohne Schnee.Der Matane See.
Nachdem unsere hauptsächliche Reisezeit vorbei war, sind wir nach Amqui gefahren. Das ist eine Kleinstadt, die nördlicher als Québec liegt, allerdings immernoch in der Provinz Québec. Eine Bekannte von meinem Vater lebt dort und gegen eine kleine Summe konnten wir dort leben. Geplant war dort eine Arbeit zu finden und die 2 verbleibenden Monate dort zu verbringen.
Der Matane-See bei Morgendämmerung, aus dem Zug heraus.
Wir sind aus Québec ziemlich spät am Abend mit dem Zug losgefahren und dann gegen 6 Uhr morgens in Amqui angekommen. Am Bahnhof hat uns Jalinets erwartet und dann sind wir zu ihr gefahren. Dort angekommen hat uns ein kleiner Hund namens Sydney freudig begrüßt, sie ist ein super Klingelersatz😄. Da wir sehr müde waren, haben wir uns gleich erstmal hingelegt, um etwas Schlaf nachzuholen. Am Nachmittag haben wir dann Jalinets jüngste Tochter Janie kennen gelernt und uns ein wenig mit dem Haus vertraut gemacht. Es hat sogar ein ganz klein wenig geschneit noch am selben Tag.
Ein ganz klein wenig Schnee.
Am nächsten Tag bzw. eigentlich am gleichen Tag, nach dem wir etwas geschlafen hatten, haben wir uns dann auf gemacht, um Amqui zu erkunden, zu Fuß waren wir schnell durch.
Dann haben wir nach und nach auch noch Jalinets mittlere Tochter Karla, deren Mann Raoul und Tochter Mila (ca. 1 Jahr alt) kennengelernt.
Von Amqui aus haben wir ein paar kleine Tagestouren gemacht: Die Umgebung von Amqui, Rimouski und nach Carleton-sur-Mer. Diese drei Ausflüge werde ich euch in extra Beiträgen zeigen, denn ich habe davon sehr viel Fotomaterial.
Hier noch zwei kleinere Ausflüge die wir gemacht haben, einmal waren wir mit Sydney spazieren am Matane-See.
Das andere Mal waren wir mit Jalinets, Karla, Raoul, Mila und einer Freundin von Jalinets und deren Tochter in einem Park direkt beim Campingplatz von Amqui spazieren.
Außerdem haben wir das kanadische Thanksgiving theoretisch miterlebt, aber leider wurde das bei uns im Haushalt nicht gefeiert. Aber den Halloweenrausch haben wir mitbekommen. In der Zeit haben wir dann auch Jalinets älteste Tochter noch kennengelernt. Wir haben das ganze Haus kennengelernt und es sind verkleidete Kinder rumgekommen um sich Süßigkeiten abzuholen. Außerdem haben wir auf Mila aufgepasst als Karla und Raoul auf einer Halloween-Party waren. Ich hab es endlich nachgeholt Twilight zu gucken😂.
Da wir in Amqui keine Arbeit gefunden haben, meistens weil wir zu kurz dort geblieben sind, sind wir Anfang November dann zurück nach Québec gefahren, da wir uns bessere Möglichkeiten in einer größeren Stadt ausrechneten.