Bereits die Busfahrt nach Monteverde war sehr nett! Beim kurzen Stopp, um etwas kleines zu essen, sahen wir haufenweise Arras in einem Baum sitzen und hin und her fliegen. Außerdem habe ich mich nett mit zwei Niederländerinnen unterhalten, die ebenfalls gerade die Schule beendet haben. In Monteverde dann angekommen regnete es etwas und es war unglaublich windig! Da es schon ziemlich spät war, sind wir noch etwas zu Abend essen gegangen, in der Soda „La Amistad“. Dort gab es ein sehr leckeres Casado und rieeesige Portionen. Sodas nennen sich die kleineren und vor allem günstigeren Restaurants hier in Costa Rica. Während des Essens haben wir uns mit zwei sehr netten Mexikanerinnen unterhalten. Mexiko, ganz sicher auch ein Reiseziel von mir!
In den nächsten Tag starteten wir wieder mit einem typischen costaricanischem Gericht, dem Gallo Pinto (wortwörtlich übersetzt bedeutet das „angemalte Hahn“), ein sehr deftiges Frühstück bestehend aus Reis, Bohnen und Ei. Danach ging es auf in den ersten Nationalpark, dem Nebelwald von Monteverde.
Zunächst hatten wir eigentlich gedacht ohne einen Tour-Guide in den Nationalpark zu gehen, direkt vor Ort haben wir uns dann aber doch dafür entschieden und sind zusammen mit einer kleinen Gruppe ab in den Nebelwald. Wie „Nebel“-wald schon vermuten lässt, war es die ganze Zeit sehr feucht, geregnet hat es dann allerdings erst ab ungefähr der zweiten Hälfte der Tour. Wir hatten ziemliches Glück und konnten viele Tiere beobachten, so auch den Quetzal, der wohl besonders selten zu sehen sein soll. Leider ist auch der recht schnell wieder verschwunden, wir konnten ihn gerade so alle aus der Gruppe durch das Fernglas sehen, für Fotos hat die Zeit leider nicht gereicht. Zurück im Dorf haben wir noch bei einer Rennveranstaltung zugesehen, unglaublich in was für einem Tempo die Leute die Berge rauf und runter laufen!
Für den zweiten Tag war ein bisschen mehr Action geplant. Nach langer Anwendung meiner Überzeugungskünste konnte ich meinen Vater dazu überreden eine Ziplinetour (leider nur die kleine) mit mir mit zu machen. Ab ging es also zu dem Ort. Mit in dem Packet war zuerst noch die Führung über die vielen Hängebrücken. Währenddessen erklärte uns der Guide unglaublich viele Pflanzen und wir sahen einen Affen oben im Baum sitzen. Dann kam der aufregende Teil. Mit einer Gondel ging es hoch hinauf bis in die Gipfel der Bäume und über mehrere Seilbahnen wieder hinab. Am Anfang war dann auch mir etwas mulmig zu mute, es war nämlich auch noch ziemlich windig(!), aber letztendlich habe ich es sehr genossen über die Gipfel hinweg zu fliegen. Manchmal war der Fahrtwind so stark, dass ich meine Augen gar nicht offen halten konnte, auch weil mir die ganzen Nebeltropfen entgegen kamen. Ich kann diese Erfahrung nur empfehlen!
Am letzten Tag haben wir die „Innenstadt“ von Monteverde erkundet. Und saßen danach in der Sonne vor unserem B&B. Das lustige dabei war, dass zwischendurch immer wieder so ganz kurze Regenschauer vorbei kamen. Ganz zu schweigen von den enormen Windstärken die ganze Zeit. Am Abend ging es dann auf eine Nachtwanderung. Auch hier sahen wir wieder viele Tiere, Skorpione, Asttierchen, Frösche und andere Insekten.