Nur so halb wach ging es für mich am 16.1. dann nach Mastatal, etwas weiter Richtung Pazifikküste. Denn dort lag die Farm zu der ich ursprünglich geplant hatte für die ganzen 2 Monate in Costa Rica zu gehen. Da diese Farm mir allerdings zunächst gesagt hatte, dass sie die ersten 2 Wochen im Januar keine Freiwilligen aufgrund von Ferien nehmen, hatte ich nach einer anderen Farm in der Nähe gefragt und so wurde mir Establo San Rafael vorgeschlagen. Aber nach diesen zwei Wochen wollte ich dann für die restlichen 5 Wochen auf die Farm „Villas Mastatal“ gehen. Da ich mich allerdings so gut mit den Leuten vom Establo San Rafael verstanden habe und mich da unglaublich wohl gefühlt habe, beschloss ich vor meiner Abreise dort nochmal für ein Wochenende kurz vor Juuks Abreise zurück zu kommen und am Ende die letzte Woche noch dort zu verbringen. Aus 5 geplanten Wochen auf Villas Mastatal wurden also 4. Möchte jemand raten wie lange ich am Ende tatsächlich auf Villas Mastatal bzw. Establo San Rafael war? (Die Persönlichkeiten, die es mitbekommen haben dürfen nicht mit raten!:))
Aber jetzt erstmal zum Anfang zurück. Ich bin am Nachmittag in den Bus erst nach Puriscal gestiegen, dorthin ist Abel mitgekommen, da er die Einkäufe in Puriscal erledigt. Das Lustige daran mit Abel in die Stadt zu fahren ist, dass es fast so ist, als wenn man mit einer Berühmtheit unterwegs ist, viele, wirklich viele Leute kennen Abel! Er hat mich noch zu dem Ort gebracht wo ich in den nächsten Bus einsteigen musste und ist dann verschwunden um seine höchstegeheimen Geschäfte zu erledigen 🙂 (z.B. Zutaten für sein unglaublich leckeres Bananenbrot/Bananen-Schokoladen-Kuchen zu kaufen). Zwischendurch ist er nochmal wieder gekommen und hat mir eine in Kanada lebende Irländerin vorbei gebracht. Sie dachte, dass sie auch zu Villas Mastatal müsste, später stellte sich heraus, dass sie eigentlich zu Rancho Mastatal musste, war zum Glück kein großes Problem. Wie es scheint werden diese beiden Unterkünfte häufiger verwechselt. Mit mir stiegen noch zwei andere junge Frauen aus dem Bus, Deutsche natürlich, die waren bei Villas Mastatal dann auch richtig. Immi (kurz für Imegin?) und Caro planten für eine Woche auch als Freiwillige zu bleiben und auf der Farm auszuhelfen. Der Bus brachte uns direkt bis zum Eingangstor und dann bekamen wir erstmal sehr leckeres Abendessen und haben alle kennengelernt. Miriam, eine andere Freiwillige, woher sonst, auch aus Deutschland. Und die Familie von der Farm: Javier und Raquel und deren Sohn und Tochter, er ungefähr 7, sie 4. Da es schon relativ spät war und wir von der Fahrt erschöpft, ging es dann in den Schlafsaal. Wobei es kein richtiger Saal war, weil der „Raum“ offen war, also mitten in der Natur! Dort standen viele Betten und, da wir nur zu dritt waren (Miriam hatte ein anderes Zimmer bekommen, weil sie sonst die eine Woche ganz alleine in diesem riesigen Raum gewohnt hätte) hatten wir eine große Auswahlmöglichkeit.
Am nächsten Tag ging es dann an die Arbeit.