Unser erster richtiger Tag in Banff begann heute unerwartet früh. Auf Grund der Zeitverschiebung waren wir gegen 8 Uhr morgens schon relativ fit. Unsere Zimmernachbarinnen sind trotzdem alle schon früher los gewesen.

Nach einem leckeren Frühstück auf der noch frischen Terasse des Hostels, haben wir uns Bustickets geholt und darüber informiert, was wir am besten, in der kurzen Zeit die wir hier sind, machen sollten.

Und damit haben wir gleich begonnen. Wir sind durch den Wald, in einem Schlenker, bis zur Innenstadt gelaufen. Dabei sind uns sofort die Streifenhörnchen aufgefallen, wobei wir zunächst dachten, dass das Geräusch das von den Streifenhörnchen kam, eigentlich von Vögel käme. Wir sind an einem wunderschönen Fluss entlang gelaufen, bis wir am Ende auf ein ziemlich bekanntes Hotel, das Banff Springs Hotel, gestoßen sind. Sehr beeindruckend wie es so majestätisch mitten auf dem Berg steht.




Da Elise der Flaschenfluch erwischt hatte, sind wir danach erstmal in die Stadt gegangen um ihr eine neue Flasche zu kaufen (SPOILER: Diese sollte ihr auch nicht lange erhalten bleiben). Um diese aufzufüllen beschlossen wir irgendwo etwas essen zu gehen. Passenderweise sah ich direkt einen Laden wo „BeaverTails“, Biberschwänze, angeboten wurden, wie ich wusste etwas typisch kanadisches. Für alle die sich nicht so damit auskennen, Biberschwänze sind ein frittierter (?) Teig in Form eines Biberschwanzes, der mit allerlei Toppings bedeckt werden kann und soweit ich weiß immer süß gegessen wird. Wir haben uns für die typische Variante mit Butter und Zimt entschieden.

Nach der Stärkung sind wir weiter zum Bus der uns zum Lake Minnewanka bringen sollte. Tatsächlich ein ganz normaler Stadtbus, der uns in einer guten halben Stunde zu unserem Ziel brachte.


Dort wurde uns der Hinweis gegeben, dass wir doch gerne etwas über den See auf Instagram posten sollten😂😂.

Nach dem wir uns erst einmal eine Weile einfach an den See gesetzt hatten um die Natur zu genießen und ein paar lustigen Streifenhörnchen zuzusehen (die sind wirklich gar nicht scheu, im Gegenteil eher neugierig), haben wir beschlossen noch ein Stück um den See herum zu gehen.




Dann kehrten wir zurück in die Stadt, denn unser Plan war noch auf den Sulphur Mountain zu wandern, um von dort mit einer Gondel hinunter zu fahren. Zur Stärkung deckten wir uns im Supermarkt mit Bagels und Tzatziki und Bananen ein, was wir sofort bei einem Picknick am Fluss aufaßen.

Dann ging es weiter, den Berg hinauf. Währenddessen merkten wir, dass wir noch eine ganze Strecke vor uns hatten und, dass wir vom Tag etwas erschöpft waren, wobei Elise auch noch eine Erkältung zu schaffen machte. Da auf der ersten Strecke noch ein Bus fuhr, den wir allerdings gerade verpasst hatten, beschlossen wir eine Station weiter zu laufen und dann einen Teil zu fahren. Als wir mit dem Bus am zweiten Teil der Strecke ankamen sahen wir Warnschilder aufgestellt, es sei die Saison in der Bären und Elchbullen unterwegs seien. Dazu kamen praktische Hinweise, die wir leider fast alle nicht erfüllten, beispielsweise Bärenspray dabei haben und in großen Gruppen wandern. Wir haben also hin und her überlegt, ob wir nun hochwandern sollen oder nicht und kamen zu dem Schluss, lieber nicht. Wir gingen in die Gondelstation um zu fragen ob die Gondelfahrt hoch ab 7 Uhr auch umsonst sei, denn unser Hostel hatte uns das erzählt, jedoch leider nicht, nur die Gondelfahrt nach unten, wenn man hochgewandert war, ist kostenlos. Die Frau an der Kasse sagte uns noch, dass es schon lange keine Bärenvorfälle mehr gegeben hat, wir waren uns jedoch trotzdem zu unsicher und wir blieben unten. Nach oben zu fahren war und zu teuer. Also setzten wir uns dort hin und Elise holte sich einen Tee. Nach einer Weile beschlossen wir, wieder mit den Bus zum Hostel zu fahren, denn wir waren dann doch ziemlich fertig.

Wir warteten dann draußen an einem kleinen Lagerfeuer knapp 5 Minuten, wobei ein Streifenhörnchen fast hineingelaufen wäre. 🐿 Da es nicht mehr lange dauerte bis der Bus kam, habe ich es leider nicht geschafft ein Foto von dem Warnschild zu machen.


